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Die Tatzelwurm-Wasserfälle

Als noch ein Bergsee klar und groß
In dieser Täler Tiefen floß,
Hab ich allhier in großer Pracht
Gelebt, geliebt und auch gedracht
Als Tatzlwurm.

Vom Pendling bis zum Wendelstein
War Fels und Luft und Wasser mein.
Ich flog und ging und lag gerollt,
Und statt auf Heu schlief ich auf Gold
Als Tatzlwurm.

Mit diesen Worten beginnt ein Gedicht, das der schwäbische Dichter Viktor von Scheffel dem sagenumwobenen Drachen im Wasserfall gewidmet hat. Wer unvorsichtigerweise in den Wasserfall stürzte, der wurde buchstäblich vom Tatzelwurm verschlungen.
In mehreren bis zu 10m hohen Kaskaden stürzt der Auerbach hier in die Tiefe. Ausgangspunkt dieser Kurzwanderung ist der Parkplatz bei der Hotelgaststätte "Feuriger Tatzlwurm" im Oberaudorfer Weiler Tatzelwurm. Das aufregendste daran ist, dass man "Tatzelwurm" einmal mit, und einmal ohne "e" schreibt. Die beiden Wasserfallstufen selbst (sinnvollerweise "der obere Wasserfall" und "der untere Wasserfall" genannt) sind völlig unspektakulär und kaum einen Besuch wert. Beide Stufen dieses Naturdenkmals erreicht man innerhalb weniger Minuten vom Parkplatz aus.
Die obere Stufe des Wasserfalls
Die untere Stufe des Wasserfalls
So sah der feurige Tatzlwurm wohl aus, der in den Fluten des Wasserfalls hauste.
Oder, wie Viktor von Scheffel sagte:
Jetzt zier' ich nur gemalt im Bild
Des Schweinsteigers neues Wirtshausschild.

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