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Die Pähler Schlucht



Wer auf der Bundesstraße 2 zwischen Starnberg und Weilheim das kleine Örtchen Pähl passiert, ahnt meist nicht, an welchem Kleinod er gerade vorbeifährt. Denn dort liegt das etwa 16 Hektar große Naturschutzgebiet "Pähler Schlucht".
Hier hat sich der Burgleitenbach im Laufe der Jahrhunderte eine tiefe Schlucht in den Untergrund gegraben. Am Ende der etwa 3,6 km langen Schlucht gelangt man an einen ca. 16m hohen Wasserfall, der aufgrund der geringen Wassermenge nicht unbedingt zu den spektakulärsten Wasserfällen zählt, im Winter aber zu bizarren Formen gefriert.
Die knapp einstündige Wanderung ist nicht besonders anspruchsvoll (Trittsicherheit ist allerdings notwendig), auch der Höhenunterschied ist mit etwa 50m unbedeutend. Anfangs handelt es sich noch um einen breiten Waldwanderweg aber im zunehmenden Verlauf der Schlucht verengt sich der Weg, bis er zu einem schmalen Trampelpfad wird, der aufgrund ständiger Erosion regelmäßig seinen Verlauf ändert. Es kann durchaus notwendig sein, mehrmals den Bach zu überqueren, was jedoch bei der geringen Wassertiefe und den vielen Trittsteinen problemlos möglich ist. Während der Wanderung kommt man an einer alten Mühle bzw. deren Ruine vorbei und kann auch einen Blick auf das Pähler Hochschloss werfen ( das ist allerdings nicht zu besichtigen ). Viel zu schnell hat man das Ende der Schlucht erreicht und steht vor dem Wasserfall. Eine besondere Attraktion ist, dass man sich hinter den Wasserfall begeben kann - und das sogar, ohne allzu nass zu werden. Das Ende der Schlucht ist eine Sackgasse, so dass man auf dem selben Weg wieder zurükgehen muss.
Ausgangspunkt der Wanderung ist entweder der untere Parkplatz der direkt an der B2 gelegenen Hirschbergalm oder der Parkplatz bei der Gemeindeverwaltung Pähl ( gegenüber der weithin sichtbaren Dorfkirche St. Laurentius ). Ersteres hat den Vorteil, dass man einen kleinen Abstecher (nur wenige Minuten Gehzeit) zu einem kleinen Aussichtshügel machen kann von dem aus man einen schönen Blick über die umliegende Gegend hat. Von dort aus gehts dann weiter zum oberen Parkplatz und unter der B2 hindurch zum Eingang der Schlucht. Parkt man bei der Kirche ( barockes Kirchenschiff, Innenausstattung im Stil des Rokoko, bedeutende Deckengemälde von Johann Baader ) gelangt man über die Sternstraße zum Einstieg.

Blick vom Aussichtshügel über die Ortschaft Pähl.
Vorne die Dorfkirche St. Laurentius,
im Hintergrund die Sendeanlagen von Raisting.

da geht's lang.

Der Wanderweg am Beginn der Schlucht.

Ein Blick auf das Hochschloss Pähl.

Der Burgleitenbach, der diese Schlucht gegraben hat.

Geht man den Weg im Winter, entdeckt man überall solche Wunderwerke der Natur.

Das Ziel der Wanderung - der Wasserfall.

und so sieht der Wasserfall nach Dauerfrost aus.

der Wasserfall von hinten.

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