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Die Schlossanlage Schleissheim

Die Schlossanlage Schleissheim liegt in der Gemeinde Oberschleissheim im Landkreis von München. Es besteht aus dem Alten und Neuen Schloss, sowie dem Schloss Lustheim.


Altes Schloss
Die Gründung der Anlage geht auf Herzog Wilhelm V. von Bayern ( *1548, †1626 ) zurück. Im Jahre 1597 übernahm er die Schwaige Schleissheim mit der Margaretenkapelle vom Freisinger Domkapitel und lies in den Folgejahren Gutshof und Herrenhaus errichten ( den sogenannten "Wilhelmsbau" ), später kam noch ein Gestüt hinzu. Diese Gebäude mussten jedoch nur wenige Jahre später dem Bau des Alten Schlosses weichen. Dieses entstand ab 1617 nach Plänen von Heinrich Schön dem Älteren im Auftrag von Herzog Maximilian, dem Sohn Wilhelm V. Der Bau des Alten Schlosses wurde 1623 abgeschlossen. Es wurde im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und erst ab 1970 wieder aufgebaut. Das Alte Schloß beherbergt zwei Museen. Im Südflügel eine Sammlung zur Landeskunde Ost- und Westpreußens, im Nordflügel das Museum "Das Gottesjahr und seine Feste" - eine Dauerausstellung von "Objekten religiöser Fest- und Alltagskultur der Völker".



Lustheim
Das Jagd- und Gartenschlösschen Lustheim kam im späten 17. Jahrhundert zur Anlage hinzu. Kurfürst Max Emanuel gab es anläßlich seiner Hochzeit mit Maria Antonia, der Tochter des österreichischen Kaisers 1685 in Auftrag. Hofarchitekt war Henrico Zuccalli. Die Geometrie der Pläne lassen vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt bereits der Plan zum Bau eines neuen Schlosses existierte.
Im Zentrum von Lustheim liegt ein zweistöckiger Festsaal, beiderseits flankiert von Appartements für die Kurfürsten. Im oberen Teil des Gebäudes liegen die Wohnräme für das Gefolge, im Keller die Küche und die Räume für das Gesinde. Ein kleiner Belvedere über dem Dach des Mittelteils bietet eine weite Aussicht über die Anlage ( und früher auch über die bewaldeten Jagdgebiete ). Die Decke des Festsaals ist ein bedeutender kunsthistorischer Freskenzyklus und beinhaltet Motive der Jagdgöttin Diana. Schloss Lustheim beherbergt eine Sammlung Meißener Porzellane.



nördlicher
Pavillon

südlicher
Pavillon

Altarbild

Kuppelfresko
Zwei Pavillons flankieren das Schlösschen im Norden und Süden. Diese sollten durch Kolonnadenbauten mit dem Schloß verbunden werden, jedoch wurden diese Bauten nie fertiggestellt und verfielen später. Der nördliche Pavillon beinhaltet den "schönen Stall". Deckenfresken zeigen die Götter Aurora, Apollo und Diana sinnbildlich für die Tageszeiten Morgen, Mittag und Abend, eine gemalte Scheinarchitektur illusioniert Fenster und Nischen mit Statuen. Der Künstler war Caspar Gottfried Stuber. Genutzt wurde der Pavillon allerdings als Stallung für 16 Pferde. Der südliche Pavillon beinhaltet die Renatuskapelle, die die frühere Renatusklause ersetzte. Die Kapelle ist nach Vorbild des Barockarchitekten Giovanni Lorenzo Bernini erbaut und dem hl. Renatus geweiht, der der Namenspatron von Renata von Lothringen ( der Gemahlin von Wilhelm V.) war. Das Altarbild heisst "Hl. Renatus vor der Madonna", das Kuppelfresko "Glorie des Hl. Renatus".



Neues
Schloss

(Ostfront)

(Westfront)

Fassadendetail
Das Neue Schloss gab Kurfürst Max Emanuel Anfang des 18. Jahrhunderts in Auftrag. Die Arbeiten begannen im Winter 1700/01 nach Entwürfen von Henrico Zuccalli, doch schon 1704 erzwang der spanische Erbfolgekrieg eine Pause, die bis 1715 dauerte. Ursprünglich sollten Altes und Neues Schloss durch Flügel miteinander verbunden werden, doch finanzielle Engpässe verhinderten dies. Bauleiter für das neue Schloss nach der Unterbrechung war Joseph Effner, die Innenausstattung erfolgte durch die größten Künstler der damaligen Zeit ( u.a. der Bildhauer Giuseppe Volpini und der Stuckateur Johann Baptist Zimmermann ). Derzeit beherbergt das Neue Schloss eine Barockgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.



Parterre

Marienstatue

Uhrenturm

Mittelkanal

Park

Statue
Die Schleissheimer Parkanlage gehört zu den bedeutensten Barockgärten Europas.
Zwischen dem Alten und dem Neuen Schloss befindet sich ein Gartenparterre, im Westen des des Alten Schlosses befinden sich der Maximilianshof (mit Marienbrunnen und Kriegergedenkstätte) und der Wilhelmshof, die durch den Tor- und Uhrenturm von einander getrennt sind. Zwischen Neuem Schloss und Schloss Lustheim erstreckt sich der große Hofgarten, bestehend aus Parterre, der großen Kaskade und dem Park mit Lindenalleen, Boskettbereichen, Mittel- und Seitenkanälen. Hinter Lustheim beenden der Ringkanal und die Hecke ( an der Stelle der ursprünglich geplanten Kolonnadenbauten ) die Anlage.


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