Schloss Blutenburg wurde erstmalig im Jahre 1432 urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit lies Herzog Albrecht III. die "Pluedenburg" zu einem Landsitz ausbauen. Vermutlich wurde sie ursprünglich bereits um 1200 erbaut. Im Jahre 1488 kam die im spätgotischen Stil erbaute Kapelle ( hl. Dreifaltigkeit ) hinzu. Die Anlage liegt auf einer Insel, umflossen von der Würm und mit vorgelagerten Weihern.
Das Schloss liegt auf der Achse der "nördlichen Durchsicht" zum Schloss Nymphenburg. Der Blick nach Nymphenburg ist derzeit jedoch durch Bäume verdeckt. Im Bereich der Anlage befindet sich ein Mahnmal, das an den Todesmarsch vom Konzentrationslager Dachau erinnert und innerhalb des Weihers die 15m hohe Installation "sich aufrichtende Halme".
Am Torturm sind die römischen Ziffern XI - XII - I zu erkennen. Dies sind die Reste einer Sonnenuhr, die teilweise restauriert werden konnte.
Der Hochaltar der Schlosskapelle zeigt den Gnadenstuhl mit dem Fonleichnamschristus, links die Taufe Jesus und rechts die Krönung Mariens durch die hl. Dreifaltigkeit. Die beiden Seitenaltäre zeigen links Christus als der Welt Helfer und rechts Maria Verkündigung. Die beiden Pedrellenbilder zeigen die Vierzehn Nothelfer auf der einen und die hl. Sippe auf der anderen Seite. Die Wandbilder an der Aussenseite der Kapelle zeigen Adam und Eva bzw. den hl. Florian.
Das Schloss beherbergt derzeit unter anderem eine internationale Jugendbibliothek und ist Sitz der Erich Kästner Gesellschaft. Der Name Blutenburg leitet sich nach Auffassung der "Bayerischen Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen" von "blueten" im Sinne von "sich ökonomisch wehtun", was sich der Herzog bei der Errichtung der Anlage offensichtlich getan hat.